In jedem Gottesdienst sammeln wir für diakonische Aufgaben unserer Stockumer Gemeinde. Was sind diakonische Aufgaben?
Das Wort „Diakonie“ bedeutet Dienst. Gedacht ist dabei an den Dienst am Menschen im Rahmen von Kirche und Gemeinde. Dabei nehmen wir uns als Gemeinde Jesus zum Vorbild. Er hat sich den Kranken, Menschen mit Behinderung, Hungernden, Fremden, Gefangenen und vielen anderen mehr zugewandt.

So vielfältig wie die Menschen und ihre Bedürfnisse sind, so verschieden sind auch die Möglichkeiten, als Gemeinde an ihrer Seite zu sein, wo Not am Mann oder der Frau ist. Das kann die Unterstützung durch tatkräftige Hilfe, z.B. Besuche in Altenhilfeeinrichtungen, oder durch Geld und Sachmittel sein. Über die neue Hörschleife und die Großdruckgesangbücher, die aus der Diakoniekasse bezahlt wurden, konnten Sie im Gemeindebrief zu Ostern 2017 lesen. Fertiggestellt ist auch eine elektrisch gesteuerte Tür zum Saal, damit Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen barrierefrei die Gemeinderäume erreichen können.

Dauerhaft unterstützt unsere Gemeinde Menschen, deren Geld nicht reicht, um bis zum Monatsletzten satt zu werden. Das können Wohnsitzlose, aber auch Menschen direkt aus Ihrer Nachbarschaft sein, bei denen z.B. die Rente klein ist. Hier hilft die Gemeinde mit Lebensmitteln. So wird die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sicher gestellt. Auch eine Tafel Schokolade oder eine Schachtel Kekse sind dabei. Sie zeigen: Die Gemeinde ist für dich da!
Aus der Diakoniekasse fördern wir Projekte vor Ort, wie z.B. das jährliche Weihnachtsessen in St. Vincenz von Paul, bei dem alleinstehende WittenerInnen gemeinsam Weihnachten feiern, oder auch die Teilnahme von KonfirmandInnen an Freizeiten. Manchen Eltern fällt die Finanzierung dieser Freizeiten sehr schwer. Wo wir über Hinweise oder Bitten auf besondere Notlagen oder sinnvolle Preojekte aufmerksam werden, geben wir konkrete Hilfen, z.B. beim Kauf von Kleidung für Kinder finanzschwacher Familien. Hin und wieder unterstützt unsere Gemeinde auch Projekte wie die Sanierung des Pfarrhauses in Goiania in Brasilien. Den Kontakt zu der dortigen Gemeinde hat unser ehemaliger Pfarrer Gerwin Rooch hergestellt.

Die Spenden aus der Kollekte im Gottesdienst sind zweckgebunden und dürfen nur für diakonische Zwecke verwendet werden, nicht aber, um unseren Gemeindehaushalt finanziell zu stärken! Wenn Sie also den Eindruck haben: „Jetzt geben die aber Geld aus!“, dann kommt das Geld für die vorgestellten Maßnahmen nicht aus Kirchensteuermitteln oder aus dem freiwilligen Gemeindegeld, sondern aus der Kollekte. Und deren Sinn ist, dass das Geld zeitnah zur Hilfe verwandt wird!
Vielen Dank dafür!